ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK 2012 geht an ordermed
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ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK 2012 geht an ordermed

Buchholzer Unternehmen entwickelt neue Internetplattform für die regionale Medikamentenversorgung

Prof. Dr. Witten, Dr. Glaser,  Bönig, Rainer Rempe, Dr. Grube.

Prof. Dr. Witten und Dr. Glaser mit Preisträger Bönig und Rainer Rempe und Dr. Grube.

Dr. Rüdiger Grube.

Dr. Rüdiger Grube bei der Festrede.

Hamburg-Harburg, 6. September 2012 – Der ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK 2012 geht an die Ordermed GmbH aus Buchholz in der Nordheide.

Das junge Unternehmen überzeugte die Jury mit einer innovativen Kommunikationsplattform, die durch intelligente Vernetzung von logistischen Prozessen Wege und Wartezeiten für Kranke und pflegende Angehörige reduziert und dabei zugleich die Vorteile der örtlichen Versorgungsstrukturen wahrt. Acht Monate nach der Einführung der Plattform nutzen bereits rund 500 regionale Apotheken sowie über 100 Pflegedienste und Pflegeheime das System.

Der zum zweiten Mal von der Süderelbe AG und der Logistik-Initiative Hamburg verliehene ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK prämiert innovative Projekte aus der Metropolregion Hamburg. „Ohne die Innovationen der Logistik wären die gestiegenen Anforderungen der Verbraucher und Unternehmen Deutschlands nicht erfüllbar“, betonte Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn, in seinem Gastvortrag bei der feierlichen Preisverleihung in Hamburg-Harburg. Auch das jüngst veröffentlichte „Zukunft Logistik“-Trendbarometer der HypoVereinsbank, dem Hauptsponsor der Preisverleihung, verdeutlicht, dass sich die Logistikunternehmen noch intensiver mit Innovationen beschäftigen müssen.

„Der Kern des Gewinnerprojekts ist eine intelligente Logistik“, betont der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Carlos Jahn, Fraunhofer CML, bei seiner Laudatio. „Die hohe Internetdichte sowie die wachsende Verbreitung von Smartphones bieten der Logistik ungeahnte Möglichkeiten, durch ausgeklügelte Verknüpfung zwischen Lieferanten und Kunden neue Dienstleistungen und Mehrwerte zu generieren“, so Jahn weiter. Hinter Amazon, Ebay & Co. – und besonders hinter ordermed - stehen logistische Meisterleistungen, von denen der Kunde in der Regel nichts mitbekommt.

Im Gegensatz zu den großen Internetversendern kombiniert ordermed die Vorteile moderner Kommunikationstechnologie zur logistischen Prozessoptimierung mit einem explizit regionalen Ansatz. Die Plattform verknüpft mit einem Klick den Patienten, der regelmäßig Medikamente benötigt, mit der Apotheke vor Ort und den betreuenden Ärzten. Das spart unnötige Wartezeiten, Verwaltungsaufwand und reduziert Mobilitätskosten, denn die lokale Apotheke kann sowohl Rezept- als auch Medikamentenbelieferung übernehmen. „Logistik ist für den Menschen da“, sagt Jurymitglied Dr. Jürgen Glaser, als Vertreter der Süderelbe AG und der Logistik-Initiative Hamburg, „und bei ordermed steht der Nutzen der Patienten im Vordergrund. Zudem stärkt die Plattform die regionale Gesundheitswirtschaft.“

Die Zahl potenzieller Nutznießer in Deutschland ist groß: Gut sieben Millionen Erkrankte, davon etwa die Hälfte Pflegebedürftige, müssen mehr als fünf Medikamente täglich einnehmen. Markus Bönig ist geschäftsführender Gesellschafter von ordermed: „Es ist unser Ziel, die Versorgung mit Medikamenten für Menschen mit chronischen Erkrankungen erheblich zu erleichtern.“ Rezept und Medikament online bestellen und die Apotheke liefert noch am selben Tag – das ist durch ordermed möglich.

So funktioniert ordermed – das preisgekrönte Projekt

Mit dem Rezeptdienst ordermed lassen sich im Internet unter www.ordermed.de oder mit der ordermed App erstmals gleichzeitig Rezepte beim Arzt und Medikamente in der nahgelegenen Apotheke vor Ort vorbestellen. Der Patient bzw. Kunde entscheidet mit einem Klick, ob er das Rezept oder das Medikament selbst abholen möchte, oder ob die Apotheke die Abholung des Rezeptes und die Lieferung des Medikamentes übernehmen soll.

So funktioniert ordermed – das preisgekrönte Projekt

Und so funktioniert es: Sobald der Bestellvorgang ausgelöst ist, schickt ordermed ein Fax mit den Angaben an den zuständigen Haus- oder Facharzt. Parallel wird die hauseigene Apotheke informiert, dass sie ein Rezept abholen kann. Die Apotheke schickt einen Boten in die Arztpraxis, holt das Rezept und besorgt das Medikament. Sobald das Medikament in der Apotheke verfügbar ist, liefert der Apothekenbote das Medikament nach Hause. Wenn der Besteller die Medikamente in der Apotheke abholen möchte, erhält er eine Nachricht per SMS.

Durch ordermed können erstmals regionale Versandapotheken entstehen, eine echte Alternative zum reinen Internethandel. Margret Schaefers, Apothekerin in Hamburg-Harburg und Meckelfeld, erkennt die Vorteile: „Ordermed ist für uns Apotheker eine ideale Logistik-Anwendung. Dadurch sind wir in der Lage den Patienten optimal zu versorgen.“ Denn mit diesem System hat der Apotheker alle Medikamente der Kunden im Blick und kann zu allen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen beraten. Gleichzeitig können durch das System Lagerbestände reduziert und die Lieferfähigkeit deutlich erhöht werden.

„Ordermed ist ein tolles Beispiel für Innovationskraft der Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg“, freut sich Dr. Glaser von der Süderelbe AG, die als Teil der Logistik-Initiative Hamburg den jährlichen ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK ausschreibt. Die Vielfalt der Bewerbungen aus der gesamten Metropolregion Hamburg zeige nicht zuletzt die exzellente Qualität der Logistikwirtschaft auf sondern auch, „wie die Logistik den Menschen vor Ort nützt.“

Die Jury beim ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK

Prof. Dr.-Ing. Carlos Jahn (Vorsitzender der Jury), Leiter Fraunhofer Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML; Joachim Thomas, Vorstandsvorsitzender FILog Forschungsgemeinschaft Innovative Logistik e. V.; Heinrich Ahlers, Geschäftsführer Buss Ports, Buss Group GmbH; Dr. Jürgen Glaser, Leiter Clusterentwicklung Süderelbe AG / Logistik-Initiative Hamburg; Hubertus Kobernuß, Geschäftsführer J. Kobernuss Spedition, Präsident Transfrigoroute Deutschland; Ulrich Koch, Geschäftsführer EVB Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH; Mathias Krage, Geschäftsführender Gesellschafter Krage Speditionsgesellschaft mbH, Präsident Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV); Prof. Dr. Karl Thomas Waldeer, Dekan Fakultät Handel und Soziale Arbeit, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Campus Suderburg.

Partner im Wettbewerb ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK

Die Ausschreibung des ZUKUNFTSPREISES LOGISTIK erfolgt im Rahmen der Logistik-Initative Hamburg. Der Wettbewerb ist Teil des EU-geförderten Projektes Regional- und Netzwerkmanagement Logistik der Süderelbe AG. Projektpartner sind die Wirtschaftsförderungen der Landkreise Cuxhaven, Harburg, Lüneburg, Heidekreis, Stade und Uelzen sowie die Süderelbe AG. Weiterer Partner des Wettbewerbs ist die FILog Forschungsgemeinschaft Innovative Logistik e. V.

Gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Europäschie Union / Europa fördert Niedersachsen

Die Sponsoren des Wettbewerbs ZUKUNFTSPREIS LOGISTIK

Hauptsponsor der feierlichen Veranstaltung ist die HypoVereinsbank/UniCredit. Weitere Sponsoren sind ECE Industries und Logistics, Eckelmann Gruppe, hoyer energie + technik, Oetjen Logistik und mindstroem.

Medienpartner der Preisverleihung ist die DVZ.

Kontakt

Dr. Oliver Brandt
Veritaskai 4
21079 Hamburg
Tel.: +49 (40) 355 10 355
E-Mail: brandt @suederelbe .de
Web: www.suederelbe.de

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06.09.2012 | 13:49

Kategorie: Pressemeldung, Süderelbe AG, Logistik und Hafen