3D-Druck – zugänglich für Jedermann

Mit 3D-Druck können Unternehmen Werkzeuge, Ersatzteile und Prototypen schnell und materialeffizient herstellen. Über Vorteile, Möglichkeiten und Kosten informiert das KNMP-Projekt der Süderelbe bei verschiedenen Veranstaltungen.

Was haben Handwerker und Unternehmer gemeinsam? Sie können von 3D-Druck-Lösungen profitieren.

Die Vorteile und Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von 3D-Druck zeigt das Kompetenzzentrum Neue Materialien und Produktion (KNMP) Unternehmen und Fachkräften aus der Region auf.

Ein großer Vorteil ist das „Rapid Prototyping“, das schnelle Erstellen von Prototypen. Außerdem ist 3D-Druck – auf Grund der additiven Fertigung -  sehr materialeffizient. So können Kosten und wertvolle Ressourcen eingespart werden.

Ein guter Einstieg für Unternehmen in die Welt des 3D-Drucks: In offenen Werkstätten und sogenannten „FabLabs“ stehen 3D-Drucker zur Verfügung, beispielsweise gleich zwei davon im Kreativlabor Alte Post in Lüchow. Hier können in der „grünen Werkstatt“, einem gemeinnützigen Verein zur Initiierung von Netzwerken, Konzepte ausgearbeitet, 3D-Drucker genutzt und Projekte realisiert werden. Als Bindeglied zwischen Unternehmen, Schulen und Universitäten können Kontakte geknüpft und Theorie mit Praxis verbunden werden.

Rund 20 Handwerker, Unternehmer und Interessierte folgten der Einladung des Projektkonsortiums, bestehend aus Composites United e.V. (ehemals CFK Valley e.V.), der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) und der Süderelbe AG zum Workshop „3D-Druck im Handwerk“  in das Kreativlabor. Einen Nachmittag konnten die Gäste sich über die Kosten und Möglichkeiten der Fertigung mit 3D-Druckern informieren und einen 3D-Druck live erleben. In kleiner Runde konnten sie sich zu den Einsatzmöglichkeiten der Technologie austauschen. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass auch in ländlichen Regionen bei kleineren Unternehmen großes Interesse an neuen Technologien, wie dem 3D-Druck, besteht.

Einer der Teilnehmer war Sven Lewandowski, Betriebsleiter der Firma Schaumaplast Lüchow GmbH. „3D-Druck kann uns helfen Ersatzteile, die auf dem Markt nicht mehr verfügbar sind, herzustellen und nachzudrucken“, erzählt Sven Lewandowski.  Momentan testet Schaumaplast das Drucken von Werkzeug aus Stahl. Als nächstes sollen dann besondere Dichtungen für Maschinen gedruckt werden.

Bereits im Januar 2020 veranstaltet KNMP eine weitere Veranstaltung zum Thema in der Süderelbe-Region. Anmeldungen über knmpsuederelbe.de