Der Hamburger Süden macht mobil - Initiative präsentiert Umfrageergebnisse zum Mobilitätsverhalten

Umfragebeteiligung von mehr als 60 Prozent verdeutlicht die Relevanz des Themas

Menschen fordern mehr Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, kürzere Fahrzeiten und eine bessere Taktung des ÖPNV

Hohe Teilnehmerzahl von Airbus macht Handlungsdruck klar

Initiative fordert Maßnahmen der Politik

Hamburg-Harburg, 29. Juni 2020. Mangelnde Zuverlässigkeit, zeitintensiv und eine schlechte Anbindung - das sind die häufigsten Anmerkungen der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage zum Thema Mobilität in der südlichen Elbregion. Die Ergebnisse wurden heute im Rahmen einer online-Präsentation vorgestellt. Mehr als 6.000 Teilnehmer aus über 500 Unternehmen haben acht Fragen zu ihrem persönlichen Mobilitätsverhalten beantwortet. Initiatoren des Projekts sind Der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden, der hit-Technopark, die Süderelbe AG sowie der Channel Hamburg und das Citymanagement Harburg. Durchgeführt wurde die Umfrage im ersten Quartal 2020 von der Hanseatic Transport Consultancy Dr. Ninnemann & Dr. Rössler GbR.

Abgefragt wurden nicht nur die Nutzung der Verkehrsmittel zum Arbeitsplatz sowie benötigte Zeit und Kilometer, sondern ebenso die Bereitschaft, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen und die Voraussetzungen, die einem Umstieg zu Grunde liegen.

„Für uns als Initiatoren dieser Studie ist das Ergebnis ein wichtiger Einstieg für weitere Gespräche mit den politischen Gremien“, erläutern Franziska Wedemann, Vorsitzende des Wirtschaftsvereins und Dr. Olaf Krüger, Vorstand der Süderelbe AG. „Klar ist: Wenn wir Klimaneutralität wollen, müssen wir neue Mobilitätskonzepte entwickeln. Das Ergebnis zeigt, dass es Handlungsbedarf gibt und die Menschen zu Veränderungen bereit sind, sofern man gute Voraussetzungen dafür schafft.“

Gitte Lansmann, Geschäftsführerin Citymanagement Harburg, unterstreicht die Notwendigkeit einer besseren Anbindung nach Hamburg mit der weiteren Entwicklung des Innovationsstandorts Harburg: „In den letzten Jahren ist Harburg aus dem Dornröschenschlaf erwacht und hat sich zum attraktiven Wohn- und Arbeitsort entwickelt. Der Stellenwert des Tourismus wächst. Das alles erfordert ausgereifte, moderne Mobilitätskonzepte, die den Anforderungen der gesamten Region gerecht werden.“

So würden über die Hälfte der Teilnehmer ihr Mobilitätsverhalten anpassen, wenn die Distanz zum öffentlichen Nahverkehr geringer wird. „Das spricht für eine Ausweitung des Netzes, weitere Stationen und eine zweite Elbquerung“, führt Christoph Birkel, Geschäftsführer hit-Technopark aus und ergänzt: "Viele unserer Mieter und Mitarbeiter beklagen den langen Arbeitsweg und die schlechte Erreichbarkeit. Das führt in einigen Fällen bereits zur Abwanderung in besser angebundene Stadtteile. Um die hohe Wirtschaftskraft unserer Region nicht zu gefährden, müssen wir dieser Entwicklung etwas entgegensetzen."

Eine besondere Rolle nehmen die Mitarbeiter von Airbus in der Umfrage ein. Auf Grund der hohen Mitarbeiterzahl im Vergleich zur eher mittelständisch geprägten Unternehmensstruktur in der betrachteten Region, kamen circa 60 Prozent der Antworten von dort. Zwei Drittel aller Teilnehmer nutzen ausschließlich oder zum Teil den PKW zur Anreise zum Arbeitsplatz, der Rest verteilt sich auf Bahn, Bus, Fahrrad und zu Fuß. Bei den Airbus-Mitarbeitern gibt es darüber hinaus eine signifikante Nutzung der Fähre. Die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer hat eine tägliche Fahrzeit von 30 bis 60 Minuten pro Weg. Verbesserungen werden vor allem in den Bereichen kürzere Fahrzeiten bei Bahn und Bus, eine bessere Fahrplantaktung sowie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gewünscht.

Die Umfrageergebnisse untermauern die zuletzt adressierte Forderung politischer und unternehmerischer Kreise, einen S-Bahn-Ring um Hamburg zu bauen, der die südliche Elbregion über eine zweite Elbquerung anbindet und gleichzeitig den Hauptbahnhof entlastet.

Das gesamte Umfrageergebnis ist hier veröffentlicht. Die Online-Präsentation der Studie sowie Statements der Initiatoren befinden sich hier.

Über die Süderelbe AG
Die Süderelbe AG versteht sich als Ansprechpartner für Unternehmen, Investoren und Kommunen im Hamburger Süden. Schwerpunkte der Gesellschaft liegen in der Förderung des Wirtschaftsstandorts Süderelbe, in der Stärkung der Leit- und Zukunftsbranchen sowie in den Unternehmensservices. Mit der Entwicklung und Umsetzung grenzübergreifender Konzepte und Projekte stärkt die Süderelbe AG die südliche Metropolregion Hamburg. Hamburg und die niedersächsischen Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade sowie die Hansestadt Lüneburg gehören ebenso zu den Aktionären wie die Sparkassen und zahlreiche Unternehmen der Region. www.suederelbe.de

Über den Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden
Seit 1947 führt der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden mit derzeit 270 Mitgliedsunternehmen die wichtigen Akteure aus Politik und Wirtschaft aktiv zusammen. Und das nicht nur Branchen, sondern auch Landesgrenzen übergreifend. Hauptziel ist es dabei, zum einen die Wirtschaft im Hamburger Süden vielfältig zu unterstützen und zum anderen die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Süden der Metropolregion weiter auszudehnen und zu verstärken. www.derwirtschaftsverein.de

Über den hit-Technopark
Der hit-Technopark ist Hamburgs erster Technologierpark und einer der größten in Norddeutschland. 110 technologieorientierte KMUs aus über 45 Branchen arbeiten gemeinsam an den technologischen Lösungen von morgen. Der hit-Technopark versteht sich als Ort, an dem Menschen zusammengebracht werden und neue Technologien entstehen. www.hit-technopark.de

Über den channel hamburg e.V.
Unternehmen und Institutionen im Harburger Binnenhafen haben sich im Jahr 2000 als ‚channel hamburg e.V.‘ zur Interessenvertretung für Hamburgs südlichen High-Tech-Standort zusammengeschlossen. Der channel hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten im Harburger Binnenhafen zu bündeln, die ansässigen Unternehmen zu vernetzen und die Quartiers- und Standortentwicklung mit Marketing-Maßnahmen zu begleiten. Über 120 Mitglieder gehören dem Standortnetzwerk an. www.channel-hamburg.de

Über das Citymanagement Harburg
Seit 1998 setzt sich das Citymanagement Harburg für die Stärkung der Harburger Innenstadt zu einem attraktiven Oberzentrum ein. Gegenüber Politik und Verwaltung versteht sich das CMH als Interessenvertreter der Einzelhändler, Dienstleister, Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie der Grundstückseigentümer. Das starke Netzwerk umfasst mittlerweile 85 Mitglieder mit insgesamt 385 Unternehmen in Harburg. Ziel ist die Verbesserung des Harburg-Image. www.citymanagement-harburg.de

Kontakt
Süderelbe AG
Monika Gabler
Managerin Kommunikation und Marketing
Tel. 040 - 355 10 3456
gabler@suederelbe.de

Der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden
Uta Rade
Geschäftsführerin
Tel: 040 32 08 99 55
uta.rade@derwirtschaftsverein.de

hit-Technopark
Christoph Birkel
Geschäftsführer
Tel. 040 790 12-354
c.birkel@hit-technopark.de

Citymanagement Harburg/channel hamburg e.V.
Melanie-Gitte Lansmann
Geschäftsführerin
Tel: 040 – 76629-3901, Tel. 040 -32004696
info@channel-hamburg.de, lansmann@citymanagement-harburg.de

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