Fachkräfte finden durch Social Media

Zeiten ändern sich. Was früher gang und gäbe war, ist heutzutage oft nicht mehr angesagt.

Statt Dieselfahrzeug, muss das Elektroauto her. Statt ins Kino zu gehen, wird zuhause gestreamt. Und auch auf dem Stellenmarkt lässt sich ein Wandel erkennen, der das bisherige Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer neu ordnet: Plötzlich bewerben sich nicht nur Jobsuchende um Stellen, sondern auch die Unternehmen buhlen um dringend gebrauchte Fachkräfte.


Die Rekrutierung über soziale Netzwerke, auch Social Recruiting genannt, gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung und könnte für Unternehmen das Mittel der Wahl sein, um an die begehrten Arbeitskräfte zu kommen. Die Studie „Recruiting Trends 2018“ bestätigt diesen Trend: So haben Veröffentlichungen auf Karrierenetzwerken, die Nutzung der eigenen Unternehmensseite im vergangenen Jahr von Platz zwei auf Platz drei verdrängt.


Fakt ist, dass bundesweit immer mehr offene Stellen immer weniger qualifizierten Arbeitnehmern gegenüberstehen. Unternehmen verspüren daher den Druck, sich ebenso viel Mühe zu machen, um geeignete Bewerber zu finden, wie umgekehrt. Viele Personalverantwortliche setzen daher auf Social Media, um die begehrten jungen Fachkräfte dort zu erreichen, wo diese sich aufhalten. Die von den Unternehmen am häufigsten genutzten Kanäle sind Xing (17,4 %), LinkedIn (4,5 %) und Facebook (4,4 %).


Die Nutzung von sozialen Medien verspricht einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil - insbesondere bei den jungen Generationen. Allerdings verfügt nicht jedes Unternehmen über die Ressourcen, um zusätzlich auf Facebook und Co. aktiv zu sein. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen könnten daher ins Hintertreffen geraten.


Aus diesem Grund, bietet das im Januar 2018 gestartete Projekt Fachkräftemarketing für die südliche Metropolregion Hamburg den Unternehmen aus den Landkreisen Stade, Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg die Möglichkeit, auf dem Fachkräfteportal YOJO (www.yojo.de) kostenlos Stellenanzeigen und Unternehmensprofile zu schalten. Das Besondere: Die in YOJO eingestellten Jobangebote werden zusätzlich auf Social-Media-Kanälen gepostet. Dies verspricht nicht nur zusätzliche Reichweite, sondern auch den direkten Kontakt mit potenziellen Bewerbern. Denn eines scheint sich nicht geändert zu haben: Der direkte Kontakt kann in der Berufswelt so manche Tür öffnen, die sonst verschlossen bleibt.

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