Harald Röhrs, Röhrs Gebäudetechnik – Ingenieurbüro

Fachkräftemarketing: Kurzinterview mit Harald Röhrs

Röhrs Gebäudetechnik – Ingenieurbüro aus Buchholz ist seit kurzem bei YOJO dabei und ein typisches Beispiel für ein regionales Unternehmen, das mit dem Problem des Fachkräftemangels konfrontiert ist und neue Möglichkeiten wie YOJO zur Gewinnung von Fachkräften nutzt. Wir haben mit dem Firmengründer und Geschäftsführer Harald Röhrs über Standortvorteile der südlichen Metropolregion Hamburg und seine Erfahrungen mit Fachkräftemangel und Fachkräftegewinnung gesprochen.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen doch einmal kurz vor.

Wir sind ein Ingenieurbüro für die Planung technischer Anlagen, mit 10 MitarbeiterInnen an den Standorten Buchholz i.d.N. und Bassum bei Bremen. Hauptsächlich betreuen wir Bauvorhaben wie Schul- und Gewerbebauten und sind in Norddeutschland zwischen Bremen, Hamburg, dem südlichen Schleswig-Holstein, Hannover und Lüneburg tätig. Wir planen alle technischen Anlagen für ein Gebäude, also im Wesentlichen die Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär aber natürlich auch Aufzugsanlagen, Küchentechnik oder Mess-, Steuer- und Regelungstechnische Anlagen. Großprojekte für uns waren beispielsweise die Neubauten für die Elbphilharmonie und das Zentralgebäude der Leuphana Universität.

Warum haben Sie sich als Unternehmen in Buchholz angesiedelt und nicht in Hamburg?

Buchholz ist mein Geburtsort, ich habe hier meine Ausbildung als Elektriker gemacht und habe gute Kontakte vor Ort. Für meinen Start als Freelancer vor Jahren bot sich daher Buchholz an. Als ich mein Unternehmen dann vergrößert und MitarbeiterInnen eingestellt habe, bin ich gerne an diesem Standort geblieben, auch weil wir hier im Süden von Hamburg natürlich ein attraktiver Arbeitgeber für alle sind, die in der Region wohnen und nicht nach Hamburg pendeln wollen.

Inwiefern spüren Sie bereits Auswirkungen des Fachkräftemangels und was haben Sie bisher bereits dagegen unternommen?

Wir spüren den Druck des Fachkräftemangels seit Jahren. Deshalb gehen wir auch immer wieder neue Wege, bilden beispielsweise auch AbiturientInnen im Rahmen von dualen Studiengängen für den Ingenieurberuf aus und kooperieren dafür mit der Berufsakademie Hamburg und der Hochschule 21 in Buxtehude. Wir werben auch auf Jobmessen für unser Unternehmen und ich nehme regelmäßig an Veranstaltungen von Unternehmernetzwerken teil, um das Thema Fachkräfte auf die Agenda zu bringen und gemeinsame Projekte anzustoßen.

Welche Medien nutzen Sie, um Fachkräfte zu gewinnen?

Da heutzutage fast alle über das Internet nach Jobs suchen, schreiben wir die Stellen auch über unsere Homepage aus. Wir haben außerdem eine Facebook-Seite und nutzen Xing. Seit kurzem sind wir auch bei YOJO vertreten. Natürlich nutzen wir aber auch noch klassische Medien wie zum Beispiel Zeitungen.

Warum haben Sie sich bei YOJO angemeldet?

Ich finde es klasse, dass Institutionen wie die Süderelbe AG mit diesem Projekt die Öffentlichkeit auf den Fachkräftemangel als gesellschaftliches Problem aufmerksam machen und UnternehmerInnen dabei unterstützen, diesem zu begegnen. Besonders überzeugt hat es mich, dass Sie den persönlichen Kontakt zu den Unternehmen suchen, um das Projekt und konkrete Ideen vorzustellen.

Das YOJO-Portal ist eine sehr gute Möglichkeit, uns als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Wir haben selber zum Beispiel auch schon darüber nachgedacht, Videoclips zu drehen und freuen uns daher sehr, dass das mit YOJO so unkompliziert möglich ist.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach die südliche Metropolregion und den Standort Buchholz besonders für Fachkräfte aus anderen Regionen aus?

In den letzten Jahren hatten wir ein enormes Wachstum im Landkreis Harburg und durch den WLH (Wirtschaftsförderung für den Landkreis Harburg GmbH, Anm. d. Red.) gibt es für GründerInnen und UnternehmerInnen viele Möglichkeiten. Das macht die Region sehr attraktiv. Dazu kommt, dass viele Menschen – gerade, wenn sie eine Familie haben – gerne im Grünen wohnen, wo der Wohnraum auch noch erschwinglicher ist. In Buchholz selbst findet man alles, was man braucht und wir sind verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Durch die Lage in der Heide und die Nähe zu Hamburg kommt hier sowohl der Wanderfreund als auch der Kulturfreund auf seine Kosten. Buchholz ist auch als Sportstadt bekannt und hat viel zu bieten: ein Hallen- und Freibad, einen Golfplatz sowie auch ein Sportzentrum mit zwei Fußballvereinen, einer Kletterhalle und auch viele andere Sportarten wie Tennis, Tanzen, Basketball, Handball und vieles mehr.

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview!

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