Neu für Betriebe im Landkreis Uelzen

Unterstützung durch das Kompetenzzentrum für Neue Materialien und Produktion

Das Kompetenzzentrum Neue Materialien und Produktion (KNMP) unterstützt Unternehmen aus dem Landkreis Uelzen bei der Auswahl und dem Einsatz von zukunftsweisenden Materialien des Leichtbaus. Partner des innovativen Projekts sind der CFK Valley e.V. aus Stade, das Laboratorium Fertigungstechnik der Hamburger Helmut Schmidt Universität sowie die Süderelbe AG.

Neue Materialien, allen voran kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK), ermöglichen Gewichtseinsparung bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Sie bilden die Grundlage für viele innovative Produkte. Carbon ist leichter als Stahl und Aluminium, dehnt sich bei Wärme kaum aus und kann unendlich viele Formen annehmen. Zukünftig werden Neue Materialien und neue Fertigungstechnologien wie der 3D-Druck ganze Industriezweige nachhaltig verändern und neue Märkte entstehen lassen.

Neue Materialien finden bereits Anwendung in zahlreichen Branchen, vom Automobilbau, der Luft- und Raumfahrtindustrie bis hin zu den erneuerbaren Energien. Dennoch sind viele Potenziale noch nicht erschlossen und weitere Branchen beginnen erst, die Vorteile der leichten Werkstoffe für sich zu nutzen. Dies gilt z.B. für die Kunststoff- und Metallverarbeitung, den Maschinenbau oder die Bauwirtschaft.

„Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können von den Potenzialen der Leichtbautechnologie profitieren. Der Mittelstand ist häufig Innovationstreiber, denn er reagiert flexibler auf Markttrends und bringt neue Technologien schneller in die Umsetzung als Großunternehmen“, so Dr. Gunnar Merz, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des CFK Valleys. „Grundsätzlich haben viele kleine und mittelständische Unternehmen Interesse an den Technologien des Leichtbaus. Sie sehen sich jedoch aufgrund fehlender Kapazitäten und Informationsdefizite häufig damit überfordert, technische Anforderungen zu identifizieren und Entwicklungen voranzutreiben“, ergänzt Dr. Jürgen Glaser von der Süderelbe AG.

Genau hier setzt das Projekt an, das die Überwindung dieser Hürden durch leicht zugängliche Informations-, Beratungs- und Netzwerkangebote zum Ziel hat. Durch die Bereitstellung z.B. von Demonstratoren und umfangreichem Anwender-Wissen macht das Projekt die Leichtbautechnologien greif- und umsetzbar. Neben der Expertise der Projektpartner stehen interessierten Unternehmen zusätzlich auch die Begleitung eigener Pilotprojekte oder die Umsetzung von Demonstratoren zur Verfügung.

Bislang wurden rund 40 Unternehmen aus dem Landkreis Uelzen identifiziert, die eine große Branchenvielfalt widerspiegeln und Potenzial haben, neue Materialien und Produktionstechniken einzusetzen. Nach ersten Unternehmensbesuchen haben sich auch schon ganz konkrete Fragestellungen ergeben, die z.B. für die Unternehmen ELMESS-Thermosystemtechnik GmbH & Co. KG oder die Firma C. Haase Sohn GmbH Co. KG aus Uelzen oder für die Semeda GmbH aus Bad Bodenteich nun in die Bearbeitung gehen.

Landrat Dr. Heiko Blume, der sich dafür eingesetzt hat, dass Betriebe im Landkreis Uelzen vom Kompetenzzentrum profitieren können, ergänzt: „Wir sind froh, dass es hier vor Ort ein für Betriebe kostenloses Informations- und Beratungsangebot gibt, dass breite Unterstützung bietet. Dies Angebot trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen und bietet Betrieben die Chance, ihre Innovationsfähigkeit zu erhöhen.“

Das Kompetenzzentrum für Neue Materialien in der Produktion steht ab sofort Unternehmen in der südlichen Metropolregion Hamburgs als Ansprechpartner zur Verfügung. Kontakt können Sie entweder direkt über das CFK Valley und seine Projektpartner oder über die Wirtschaftsförderung für Stadt und Landkreis Uelzen „Uelzen aktiv“  herstellen.

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