Fachkräftemarketing bei der Süderelbe AG

Von Facebook, YOJO und Co.: Social Media als Chance überregionale Fachkräfte in unsere Region zu locken!

Um Projekt und Team näher vorzustellen, sprach Neele Bornholdt – PR Manager der Süderelbe AG –, mit den beiden Hauptverantwortlichen des Projektes, Xenia Raabe und Dr. Jöran Wrana, über das Thema „Fachkräftemarketing“.

Welche Idee steckt hinter diesem Projekt?

Xenia: Ziel der Initiative ist es, die südliche Metropolregion als attraktiven Wirtschaftsstandort und Arbeitsort für Fachkräfte darzustellen. Wir möchten Unternehmen dabei unterstützen, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Dafür bieten wir aktiv unsere Mitarbeit an. Es ist wichtig zu veranschaulichen, dass auch die Landkreise südlich von Hamburg vielversprechende und aufstrebende Arbeitgeber zu bieten haben. Wir möchten aufzeigen, dass es sich lohnt, sich mit den Unternehmen aus unserer Region, mit den Landkreisen Stade, Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg, bei der Jobsuche näher auseinanderzusetzen. Ein wichtiger Bestandteil unseres Projektes ist das YOJO Fachkräfteportal (www.yojo.de), das wir stetig an die Bedürfnisse der Unternehmen und die der Fachkräfte anpassen und optimieren. Wir sehen es als unsere Aufgabe, YOJO bekannter zu machen und Unternehmen in der südlichen Metropolregion zu motivieren die Chancen des Portals zu nutzen. 

Wie wollt Ihr Fachkräfte für unsere Region konkret begeistern?

Jöran: Die Landkreise südlich der Elbe sind attraktive Wirtschaftsstandorte mit etlichen „Hidden Champions“ und vielfältigen Jobmöglichkeiten. Viele überregionale Fachkräfte wissen das aber (noch) nicht. Das wollen wir ändern! Aus diesem Grund beabsichtigen wir mit dem Fachkräfteportal YOJO unsere Regionen besser zu vermarkten. Beispielweise können junge Fachkräfte durch Videos als Botschafter ihrer Region fungieren und dadurch von den Vorteilen ihrer Arbeitgeber sowie von ihren individuellen Freizeitaktivitäten erzählen.

Die Stärken und Wachstumspotenziale unserer Wirtschaft sowie die hohe Lebens- und Wohnqualität heben wir durch individuelle Profile „unserer“ vier Landkreise auf YOJO hervor.

Und auch gezielte Social Media-Aktivitäten stehen auf unserer Agenda, um die Aufmerksamkeit weiter zu steigen. Wir haben jetzt einen Instagram-Account mit dem Namen „Fachkraeftemarketing“ angelegt, da Instagram neben  Facebook eines der bevorzugten Social-Media Kanäle ist. Hier werden wir regelmäßig Fotos und kurze Videos von Jobangeboten und Unternehmensprofilen aus dem YOJO-Portal sowie von Veranstaltungen aus den Landkreisen hochladen. Auf diesem Weg zeigen wir jungen Menschen und Unternehmen, dass nicht nur Hamburg sondern auch unsere Region mit den vier Landkreise jede Menge Action und Jobmöglichkeiten bieten.

Zusätzlich planen wir in Abstimmung mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden auf ausgewählten Jobmessen im Bundesgebiet Fachkräfte durch persönliche Gespräche von den Vorzügen unserer Region zu überzeugen.

Was müssen Unternehmen tun, um Fachkräfte aus anderen Regionen zu rekrutieren?

Xenia: Unternehmen müssen als attraktiver Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen und sich von der Konkurrenz abheben. Einerseits gilt es auf überregionalen Fachkräfteveranstaltung, wie z.B. Jobmessen, Präsenz zu zeigen und die Vorteile eines Arbeitsplatzes im eigenen Unternehmen kreativ zu kommunizieren. Andererseits ist die Nutzung von Social Media Kanälen eine Möglichkeit, um auch überregional sichtbar zu werden. Unternehmen können sich über das Erstellen eines Unternehmensprofils auf XING oder Facebook potentiellen Bewerbern präsentieren und direkt mit ihnen kommunizieren. Außerdem können Unternehmen auf Facebook & Co. beispielsweise Videos der eigenen Mitarbeiter im Arbeitsalltag hochladen. Das wirkt authentisch und jeder Interessierte kann sich so ein realistisches Bild über die Firma und potentielle Kollegen machen.

Jöran: Das geht übrigens auch auf unserem Portal:  Kostenlos können hier eigene Firmenvideos auf YOJO veröffentlicht werden. Falls Unternehmen noch kein Video haben, bieten wir an, mit uns ein Arbeitgebervideo zu drehen. Beispiele des kostenpflichtigen Zusatzangebots sind auf dem Portal zu finden.

Zum Abschluss ein paar persönliche Fragen an Euch. Ihr setzt euch für unsere Region ein, kommt aber beide nicht von hier. Wo kommt Ihr her und was hat Euch in die Metropolregion verschlagen?

Jöran: Ich bin in Neumünster geboren, in Hannover aufgewachsen und fühle mich seit jeher mit Norddeutschland verbunden. Ich war für die letzten vier Jahre in Köln und habe dort an der Universität zum Thema Arbeitgeber-Attraktivität und duale Ausbildung in Vietnam geforscht. Obwohl Köln eine tolle Stadt ist, habe ich gemerkt, dass der Norden meine Heimat ist. Die junge Poetry-Slammerin (neudeutsch für Dichterin, Poetin) Mona Harry hat das Gedicht „Liebeserklärung an den Norden“ geschrieben und als Video auf youtube.com veröffentlicht. Als ich dieses beeindruckende Gedicht Anfang des Jahres gesehen habe, wusste ich, dass ich wieder zurück in den Norden möchte. Da kam das Angebot der Süderelbe AG genau zum richtigen Zeitpunkt.

Xenia: Ich selbst bin in Bayern aufgewachsen. Nach meinem BWL-Studium hat es mich ebenfalls jedoch nach Köln verschlagen, wo ich einige Jahre gelebt und in der Personalabteilung eines Unternehmens mit einem starken Mitarbeiterfokus im Bereich Compensation & Benefits gearbeitet habe. Dort habe ich gelernt, was man als Arbeitgeber alles tun kann, um Mitarbeiter zu binden. Da mein Mann jedoch aufgrund seiner Arbeit zwischen Lüneburg und Köln pendeln musste, haben wir Ende letzten Jahres beschlossen in den Norden zu ziehen. Ich wohne jetzt in Lüneburg und ich bin überwältigt. Die Stadt hat so viel zu bieten und ist wunderschön. Ich freue mich, dass ich an einem Projekt mitwirke, in dem ich mich unter anderem gerade für Lüneburg und seinen Landkreis einsetzen kann.

Was findet Ihr besonders attraktiv an unserer Region und würdet Ihr jedem Neuzugezogenen empfehlen?

Jöran: Ich kenne die Region noch nicht so gut. Da ich aber in meiner Freizeit gerne Fahrrad fahre und wandern gehe, freue ich mich sehr darauf das Alte Land und den Heidschnuckenweg zu erkunden. Zudem bin ich ein kleiner Hobby-Ornithologe. Daher möchte ich gerne die Chance nutzen, seltene Arten und Zugvögel in den entsprechenden Naturschutzgebieten an der Elbe zu beobachten.

Xenia: Die wunderschöne Lüneburger Altstadt mit ganz tollen Cafés und Restaurants muss man gesehen und erlebt haben. Am Stintmarkt und den umliegenden Gassen kann man bei Sonnenschein wunderbar am Wasser sitzen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Ansonsten empfehle ich noch einen Ausflug mit dem Fahrrad nach Lüchow-Dannenberg. Dort findet man Ruhe, viel Natur und unglaublich sympathische und hilfsbereite Menschen. Die Radwege an der Elbe sind auf jeden Fall einen Ausflug wert und einen Abstecher in die nahe gelegenen Orte sollte man sich dabei nicht entgehen lassen.

Wir bedanken uns für das Interview.

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