Wellpappe aus Gras.

Zum Weltrecyclingtag - Nachhaltigkeit in der Region: Graspapier aus Lüneburg

„Wir sind Verpackung“ – unter diesem Slogan stellt die Firma Cartoflex, Aktionär der Süderelbe AG, Papier und Pappe mit Grasanteil her. Ein Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit in der Region.

Einen Brief ohne Umschlag versenden, Waren ungeschützt transportieren oder etwas online ohne Verpackung bestellen? Undenkbar. An vielen Orten und in vielen verschiedenen Kontexten verwenden wir Pappe, Papier und Kartons im Alltag. Und nicht nur wir, auch in Industrie und Handel ist das Material ständig in Gebrauch. Es schützt das Verpackte und gilt als nachhaltige Alternative zu Plastik- und Kunststoffverpackungen. Doch auch Holz ist eine Ressource und der weltweite Verbrauch von Papier und Holz steigt an. Und: Nicht 100 Prozent des Materials werden in Deutschland recycelt.

Was kann man dagegen tun? Eine Antwort darauf liefert das Familienunternehmen Cartoflex aus Lüneburg. Caroflex stellt Wellpappen und Kartons her. Das Besondere: Graspapier. Hier besteht das Papier aus rd. 30 Prozent aus Gras. Das kann in der Produktion bis zu 59 Prozent CO2 gegenüber herkömmlich hergestelltem Papier einsparen, so der Firmenchef Matthias Hebrok im Hamburger Abendblatt.

Zusammen mit der Papierfabrik Meldorf in Tornesch, nördlich von Hamburg, brachte Cartoflex das Produkt GreenCor, die Wellpappe mit Grasanteil, auf den Markt. Diese kann laut dem Unternehmen zu 100 Prozent recycelt werden.

Auch die Süderelbe AG beschäftigt sich mit nachhaltigen Verpackungslösungen. Von Juni 2018 bis Dezember 2019 verantwortete die Süderelbe AG das Projekt bio2pack, das zum Thema nachhaltige Verpackungslösungen forscht und netzwerkt.  

Weitere Infos zu nachhaltiger Nutzung von Papier und Pappe, zu Siegeln und zu Recycling hat das Umweltbundesamt auf seiner Webseite zusammengestellt.